Drei Jahre sind vergangen seit dem Geniestreich in Terry Benedicts Casino, und die Crew um Daniel Ocean (George Clooney) wurde offensichtlich verraten. Denn Benedict (Andy Garcia) hat jeden einzelnen von ihnen aufgespürt und setzt ihnen eine klare Deadline: das ganze Geld muss zurückgegeben werden inklusive horrenden Zinsen, oder es ist vorbei…
Da die Edelgauner aufgrund des Verrats in den USA verbrannte Erde vorfinden, begeben sie sich nach Europa, um dort die Unsumme zu besorgen. Allerdings kriegen sie es auf dem alten Kontinent (Amsterdam, Paris, Rom) einerseits mit dem mysteriösen Meisterdieb „Night Fox“ (Vincent Cassel) als auch mit der Europol Ermittlerin Isabel Lahiri (Catherine Zeta-Jones) zu tun, welche zu allem Überfluss auch noch eine gemeinsame Vergangenheit mit Rusty Ryan (Brad Pitt) hat.

Genug Stoff für ein Verwirrspiel vor neuer Kulisse mit bekannten Charakteren. Gleich die Introsequenz, eine kleine Rückblende auf Rusty und Isabel, ist großartig und stimmt auf einen erneuten Spaß mit dem Starensemble ein.

OCEAN‘S TWELVE ist genauso wie sein Vorgänger Gute-Laune-Kino voller Humor, coolen Kerlen und einem abwechslungsreichen Plot. Allerdings hat die Fortsetzung manchmal ein wenig das Problem, doch sehr konstruiert zu sein – wahrscheinlich auch damit verbunden, dass man als Zuschauer bereits weiß, was man zu erwarten hat und dadurch auch schwerer zu überraschen ist.

Trotz der Schwächen, die OCEAN‘S TWELVE hat, ist der Film insgesamt ein ähnliches Vergnügen wie der erste Teil und wie gewohnt sehr gute Unterhaltung. Wieder spielt Soderbergh mit interessanten Farbkombinationen und ausgefallenen Einstellungen und verleiht dem Film dadurch erneut das Soderbergh-Feeling. Fans seines Stils, wie ich einer bin, fühlen sich daher auch in OCEAN‘S TWELVE gut aufgehoben.
Catherine-Zeta Jones ist die neue Darstellerin im Ensemble und fügt sich gut ein, und Vincent Cassel ist immer ein Genuss.

Alles in allem überzeugt OCEAN‘S TWELVE nicht so 100%ig wie OCEAN‘S ELEVEN, was dem Erlebnis allerdings keinen Abbruch tut. Der zweite Teil der OCEAN‘S Trilogie ist eine klare Empfehlung und erneut Soderbergh in Topform.

OCEAN‘S TWELVE (2004, Steven Soderbergh), 125 min.

9/10

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Kommentare
  1. Dr. Borstel sagt:

    Den fand ich grottenlangweilig, da hat mir wirklich gar nichts mehr gepasst. Mauer Aufguss mit mauem Ende, ach nöö … Sorry, aber mit dem konnte ich gar nichts mehr anfangen.

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