STAR WARS: EPISODE V – THE EMPIRE STRIKES BACK

Veröffentlicht: 19. Dezember 2015 in reviews
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Drei Jahre nach den Ereignissen, die zu der Zerstörung des Todessterns durch Luke Skywalker für die Rebellen führten, macht das Imperium gnadenlos Jagd auf Skywalker und die Rebellenallianz. Nachdem ihr neues Versteck auf dem Eisplaneten Hoth vom Imperium lokalisiert und angegriffen wird, sehen sich die Rebellen gezwungen, den Planeten zu evakuieren. Dabei trennen sich ihre Wege. Luke (Mark Hamill) folgt dem Rat einer Vision seines Meisters Obi-Wan Kenobi, die ihn in das Dagobah-System schickt, wo er einen gewissen Meister Yoda suchen und sich von ihm ausbilden lassen soll. Han Solo (Harrison Ford) und Prinzessin Leia (Carrie Fisher) fliehen zusammen mit Chewbacca (Peter Mayhew) und C-3PO (Anthony Daniels) vor den gewaltigen imperialen Flotten und suchen zunächst in einem Asteroidengürtel, später in der Wolkenstadt des Planeten Bespin bei Lando Calrissian (Billy Dee Williams) Zuflucht. Während Luke von Yoda (Frank Oz) ausgebildet wird, versucht Darth Vader (David Prowse), eine Falle zu stellen, um den jungen Skywalker auf den Pfad zur dunklen Seite der Macht zu bringen. Dabei sollen Lukes Freunde als Köder dienen.

THE EMPIRE STRIKES BACK

Drei Jahre nach dem kolossalen Erfolg von STAR WARS (1977) kam die Fortsetzung in die Kinos. George Lucas schrieb zwar noch an der Geschichte, doch er gab die Drehbucharbeit an Leigh Brackett (THE BIG SLEEP, EL DORADO) und Lawrence Kasdan (RAIDERS OF THE LOST ARK, SILVERADO) ab. Auch den Regiestuhl machte er frei für Irvin Kershner (EYES OF LAURA MARS). Heraus kam ein wesentlich düsteres Kapitel der Weltraum-Saga, das mir viel besser gefällt als der erste Film und wohl mein Favorit der Trilogie ist. Hauptargument neben der dunkleren Atmosphäre von THE EMPIRE STRIKES BACK ist das rundere Drehbuch, das einerseits voller fantasievoller und abwechlsungsreicher Einzelszenen ist, gleichzeitig mit unterhaltsamen Dialogen gespickt ist und zwischen den Charakteren ständige Dynamik aufkommen lässt und schließlich auch in seiner gesamten Struktur nicht so holpert wie Lucas‘ Drehbuch des ersten Films, das gerade am Ende auf den Beschleunigungsstreifen wechselte und die Handlung zu schnell abnudelte.

THE EMPIRE STRIKES BACK

THE EMPIRE STRIKES BACK ist dagegen spektakuläres Abenteuer vor zahlreichen Kulissen. Dabei hält sich die Action wie beispielsweise in der großartigen Bodenschlacht auf Hoth mit den ruhigen Momenten auf Dagobah, wo Luke tiefer in die Geheimnisse der Macht eingeweiht wird, die Waage. Nicht zuletzt sorgt die ultimative Offenbarung Darth Vaders „No, I am your father!“ für das dramatische Highlight, das tatsächlich als Konzept vor 1978, also auch bei der Produktion von STAR WARS, so nicht existierte. Der ganze Handlunsstrang dieser wahren Herkunft des Protagonisten wurde also erst im Nachhinein in das Gesamtkonzept verwoben. Durch diesen Clou wird dem gesamten Drama eine höchst emotionale Komponente verliehen, die letztlich auf den dritten Teil weiterleitet. Lukes Erkenntnis über die wahre Natur seines Vaters ist jedoch nicht der einzige Höhepunkt – die dramatische Trennung der frisch Verliebten Leia und Han am Ende des Films ist ebenfalls ein gewaltiger Teaser für den Trilogie-Abschluss. Und wer liebt nicht Hans Macho-Antwort auf Leias „I love you!“: „I know!“

THE EMPIRE STRIKES BACK

THE EMPIRE STRIKES BACK ist durch und durch gelungen, so dass man über den ein oder anderen Logikfehler in der Handlung locker hinwegsehen kann. Spannend, düster, komisch, fantasievoll – ein echtes Abenteuer, das filmisch stärker als der Vorgänger ist und sich in den Klub der „gelungenen Sequels“ gesellen darf. Auch THE EMPIRE STRIKES BACK wurde von George Lucas neu bearbeitet, doch sind die Eingriffe bei diesem Teil wesentlich dezenter und besser implementiert als beim ersten Film. So gibt es beispielsweise einen alternativen Anflug des Millenium Falcon auf die Wolkenstadt, der ein wenig an die Prequels erinnert, doch insgesamt bleibt die die Atmosphäre des Originals gut erhalten.

STAR WARS: EPISODE V – THE EMPIRE STRIKES BACK
USA 1980
Regie: Irvin Kershner
Drehbuch: Leigh Brackett, Lawrence Kasdan
Kamera: Peter Suschitzky
Schnitt: Paul Hirsch, T. M. Christopher (1997 special edition)
127 min. (special edition)

9/10

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