Archiv für die Kategorie ‘flashback reviews’

Jedes Mal, wenn es darum geht, dass ich meine Lieblingsregisseure aufzähle, kommen einige dabei zu kurz. Warum ich sie in dem Moment nicht auf dem Schirm habe, ist schwer auszumachen, gerade weil ich ihre Filme verehre. Einer dieser Regisseure ist Milos Forman. Vier seiner Filme zählen zu meinen Favoriten, die ich fast immer sehen kann und hoch schätze: ONE FLEW OVER THE CUCKOO‘S NEST, MAN ON THE MOON, GOYA‘S GHOSTS und AMADEUS. Letzterer räumte 1985 bei den Oscars kolossal ab (insgesamt acht Trophäen) und begeistert mich jedes Mal von Neuem.
Es war eine mutige Entscheidung, einen solch aufwändigen Film über klassische Musik und über Mozart zu drehen. Man kann nicht sagen, dass der Erfolg (besonders beim primären amerikanischen Publikum) vorprogrammiert war. Dabei handelt AMADEUS nicht in erster Linie von dem größten musikalischen Genie aller Zeiten, sondern es wird aus der Perspektive des Zeitzeugen Antonio Salieri (F. Murray Abraham), Hofkomponist am Wiener Kaiserhof, erzählt. (mehr …)

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Irgendwo in einem Imbiss mitten in der Wüste, nicht weit von Las Vegas, gabelt ein älterer Herr im Anzug einen jungen Mann auf, der zusammengekauert vor dem Eingang hockt. Er lädt ihn auf einen Kaffee und eine Zigarette ein und erfährt, dass er in Las Vegas sein Glück versucht hatte, aber nicht die 6000 Dollar auftreiben konnte, die er für die Beerdigung seiner Mutter braucht. Der alte Mann räumt ein, dass er ihm keine 6000 Dollar geben kann, aber er bietet ihm dafür an, ihm 50 Dollar zu geben, ihn mit nach Las Vegas zu nehmen und ihm dort etwas beizubringen. (mehr …)

IRA-Mann Danny Flynn (Daniel Day-Lewis) kommt nach vierzehn Jahren Haft auf freien Fuß. Als er ins Gefängnis kam, war er neunzehn Jahre alt. Da er keine Namen genannt hatte, wurde ihm die lange Strafe auferlegt. So wurde er damals von seiner Jugendliebe Maggie Hamill (Emily Watson) getrennt. Diese heiratete später Dannys Freund und bekam mit ihm ein Kind. Doch ihr Ehemann ist mittlerweile selbst verhaftet. Dannys Rückkehr wird kritisch beäugt, nicht nur von Maggies Vater Joe (Brian Cox), führende IRA-Figur und im Begriff, Frieden auszuhandeln, sondern auch vom radikaleren IRA-Mann Harry (Gerard McSorley), der Danny damals auf der Flucht hängen ließ und nur Dank ihm nie gefasst wurde. Da Danny und Maggie sich wieder einander annähern, verstoßen sie gegen das ungeschriebene IRA-Gesetz, welches jedem Mann verbietet, sich mit einer Frau einzulassen, deren Gatte im Gefängnis sitzt. Nun möchte Danny seine Boxerkarriere wieder aufnehmen. Er eröffnet in seinem Heimatviertel in Belfast ein Boxstudio für Kinder und Jugendliche. (mehr …)

Wir schreiben das Jahr 2029. Die Welt ist vernetzt. Informationen verbreiten sich in Lichtgeschwindigkeit durch die Leitungen. Die Verschmelzung von Mensch und Maschine hat eine neue Stufe erreicht. Implantate verbessern einzelne biologische Funktionen, sogar vollständige Cyborgs sind im Alltag keine Seltenheit mehr. Doch auch Kriminalität geschieht auf einem neuen Level. Ein mysteriöser Hacker, genannt der „Puppet Master“, terrorisiert die Gesellschaft, indem er sich in die „Geister“ von verschiedenen Individuen einklinkt und diese für seine Absichten missbraucht. Die Spezialeinheit „Sektion 9“ arbeitet auf Hochtouren, um den Puppet Master ausfindig zu machen. Die leitende Feldagentin ist Major Motoko Kusanagi, selbst ein Cyborg. In ihrer Freizeit grübelt sie über ihre Existenz, und besonders der Puppet Master Fall intensiviert ihre philosophischen Gedanken. Während bei den Ermittlungen mehr und mehr zutage gefördert wird, dass es sich um eine größere Angelegenheit zu handeln scheint, die bis ins Außenministerium reicht, sorgen sich Kusanagis Teammitglieder, vor allem Batou, um ihren Geisteszustand. Was hat es mit dem Puppet Master auf sich, und was will er von Kusanagi? (mehr …)

Polizist Kevin (Jackie Chan) hilft beinahe im Alleingang dabei, Drogenboss Chu (Yuen Chor) und seine Bande zu verhaften. Die Zeugenaussage von May (Maggie Cheung) soll dabei helfen, Chu für lange Zeit hinter Gitter zu bringen, deshalb soll Kevin bis zum Gerichtstermin rund um die Uhr auf sie aufpassen. Das gestaltet sich schwieriger als erwartet, und als Chu wieder auf freien Fuß kommt, entscheidet sich Kevin, desillusioniert vom Justizsystem Hongkongs, welches ihm auch noch in den Rücken fällt, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. (mehr …)

Thomas (Jackie Chan) und David (Yuen Biao) betreiben als Exilchinesen einen fahrbaren Imbiss in Barcelona. Sie treffen die mysteriöse Sylvia (Lola Forner), die von Männern gejagt wird, welche sie um ihre Erbschaft bringen wollen. Als Sylvia schließlich gefangen gehalten wird, entscheiden sich Thomas und David mit der Hilfe von Detektiv Moby (Sammo Hung), sie zu befreien. (mehr …)

Kung Fu Schüler Dragon (Jackie Chan) will den abtrünnigen Schüler Tiger (Wei Pai) auf Geheiß des Meisters wieder nach Hause holen. Dabei verwickelt er sich allerdings zunehmend in Schwierigkeiten, da er von vielen Leuten, darunter Polizist Sang Kung (Shih Kien), mit Tiger verwechselt wird. Jener hat sich mit zwielichtigen Gestalten eingelassen und dabei geholfen, einen gefährlichen Verbrecher zu befreien. So kommt es am Ende zum finalen Showdown zwischen dem Verbrecher Kam (Hwang In-Shik) und Dragon. (mehr …)

Tatsuhito Kiriya (Kippei Shiina) ist Polizist mit chinesischen Wurzeln. Er arbeitet im Tokyoter Shinjuku Viertel, wo er gegen das organisierte Verbrechen ermittelt und es täglich mit den Machenschaften der Yakuza/Triaden zu tun hat. Abgehärtet und abgestumpft durch die alltägliche Gewalt und seiner eigenen Identität, die stets mit (unterschwelligem) Rassismus konfrontiert wird, erschwert sich sein Leben, als er versucht, seinen jüngeren Bruder aus den Klauen des Verbrechermilieus, in Form von Wang (Tomorowo Taguchi), zu befreien. (mehr …)

TRON erzählt die Geschichte des jungen Spieleentwicklers Kevin Flynn (Jeff Bridges), der unfreiwillig in einen Computer eingespeist wird und dort um sein Überleben kämpfen muss in Spielen und Duellen, die an Gladiatorenkämpfe erinnern. Diese Spiele werden vom „Master Control Program“ (MCP) geleitet und überwacht. Flynn wird in dieser Computerwelt u. a. von dem Sicherheitsprogramm Tron (Bruce Boxleitner) sowie dessen Partnerin Yori (Cindy Morgan) unterstützt. Flynn muss das MCP vernichten, um die versklavten Programme zu befreien, den Ausgang zur realen Welt zu finden, und an eine wichtige (vom MCU und im wahren Leben vom betrügerischen Firmenboss Dillinger (David Warner) verborgene) Information zu kommen, welche ihn als den Urheber des erfolgreichen Videospiels „Space Paranoids“ bestätigt. (mehr …)

Cameron Vale (Stephan Lack) hat eine mächtige Fähigkeit. Er kann die Stimmen von anderen Menschen hören, sich mit ihrem Nervensystem telepathisch verbinden und sie dadurch kontrollieren. Allerdings leidet er unter seinem Fluch und kann kein geregeltes Leben führen. Er wird von einer mysteriösen Firma in Person des Wissenschaftlers Dr. Ruth (Patrick McGoohan) ausfindig gemacht. Dr. Ruth klärt ihn darüber auf, dass er ein sogenannter Scanner sei, einer von wenigen Menschen, die sein Talent teilen. Er erzählt ihm auch von einem gefährlichen Scanner namens Darryl Revok (Michael Ironside), der scheinbar eine Organisation gegründet hat, welche die Gesellschaft ernsthaft gefährden könne. Vale soll nun ermitteln und mit seinen Fähigkeiten an Revok herankommen, um ihn von seinen Plänen abzuhalten. Auf seiner Suche trifft er auf weitere Scanner, wird von bewaffneten Männern (und Frauen) gejagt und deckt zunehmend Ungereimtheiten auf, die die wahre Natur seiner Mission offenbaren. (mehr …)

In der kleinen Stadt Big Whiskey ist die Welt noch relativ in Ordnung. Ein Schild am Stadtrand informiert über das Schießeisenverbot, und Sheriff Little Bill (Gene Hackman) sorgt mit teils drastischer Härte dafür, dass sich jeder daran hält, um jeglichen Ärger zu vermeiden.
Doch dann rastet ein Cowboy im Freudenhaus aus und verunstaltet einer der Prostituierten das Gesicht mit seinem Messer. Er und sein jüngerer Partner fliehen daraufhin, werden aber von Little Bill und seinen Deputies gefasst. Da die Frauen mit der Schlichtung des Sheriffs aber nicht einverstanden und der Meinung sind, dass die beiden eine wesentlich härtere Strafe verdient haben, entscheiden sie sich, ein Kopfgeld in Höhe von 1000 $ auf sie auszusetzen. Nun werden aus dem ganzen Land Kopfgeldjäger angelockt, und der trügerische Friede in Big Whiskey droht ein Ende zu finden. (mehr …)

Hayao Miyasaki und mit ihm das Studio Ghibli stehen für ganz große japanische Animationskunst und gelten als das Pendant zu den Disney Studios im Westen. Seit Mitte der Achtziger enstanden hier mehrere bemerkenswerte und zauberhafte Filme, die von ganz anderer Natur sind als Zeichentrickfilme, mit denen wir im Westen vertraut und aufgewachsen sind. Der Animationsfilm, in der westlichen Kultur meist mit Kinderunterhaltung assoziiert, trotz (oder aufgrund) vieler Meisterwerke Disneys oder zahlreicher Zeichentrickserien, ist in Japan keine reine Kindersache, sondern von Erwachsenen als ernstzunehmende Ausdrucksform anerkannt und weiterentwickelt worden. Die Bandbreite der Animes deckt so viele Genres und Geschmäcker (von denen sehr viele für Kinder gänzlich ungeeignet sind) ab, dass es fast unsinnig erscheint, von einem Anime als Genre zu sprechen. Stattdessen sollte man wie bei Spielfilmen auch das Genre vom Inhalt der Geschichte abhängig machen. (mehr …)

MARATHON MAN ist ein paranoider Thriller von John Schlesinger (MIDNIGHT COWBOY). In der Hauptrolle spielt Dustin Hoffman (THE GRADUATE, ALL THE PRESIDENT’S MEN) den introvertierten Studenten Babe, geplagt von Dämonen aus der Vergangenheit – die in Form von Rückblicken und Anspielungen auf die McCarthy-Ära den Selbstmord seines Vaters thematisieren. Babe gerät als völlig Unschuldiger in die verwickelte Maschinerie der Politik und Geheimdienste. In der Eröffungsmontage des Films, die dem Zuschauer noch kaum Möglichkeiten gibt, den Plot zu begreifen, spielen sich an unterschiedlichen Orten der Welt scheinbar unzusammenhängende Ereignisse ab, und erst im Laufe der weiteren Handlung lässt sich nach und nach rekonstruieren, wie Babe, dessen Bruder Doc (Roy Scheider), die  undurchsichtige Elsa (Marthe Keller) und der gesuchte Alt-Nazi Dr. Szell (Laurence Olivier) zusammenhängen. (mehr …)

THE CROW

Veröffentlicht: 12. September 2010 in flashback reviews
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Die Legende sagt, dass eine Krähe die sterbende Seele ins Reich der Toten führt. Und manchmal, wenn die Seele rastlos ist und noch Angelegenheiten im Diesseits zu erledigen hätte, bringt die Krähe sie für kurze Zeit wieder zurück. Eine solche Dringlichkeit verspürt Eric Draven (Brandon Lee), der zusammen mit seiner Verlobten von einer Meute Gangster ermordet wurde. Die Gewalt und das Unrecht, welches dabei entstanden ist sowie die Tatsache, dass die Mörder nie für ihre Tat belangt wurden, bringt Eric wieder zurück auf die Erde, als Halbwesen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Der ehemalige Rockstar hat nur noch ein Bedürfnis: Rache und Vergeltung. Er beginnt einen schonungslosen Feldzug. (mehr …)

LE MÉPRIS (dt. Titel: „Die Verachtung“, engl. „Contempt“) ist in drei Teile segmentiert. Der erste Akt führt uns in die Geschichte um den erfolglosen Theaterautor Paul (Michel Piccoli) und dessen Engagement in der italienischen Cinecittà, wo er für den amerikanischen Produzenten Prokosh (Jack Palance), der ständig mit deplatzierten Zitaten um sich wirft, das Drehbuch zu einer Odysseus-Verfilmung von Fritz Lang (spielt sich selbst) umschreiben soll. Der Autor befindet sich in dem bekannten Dilemma zwischen Kunst (Lang) und Kommerz (Prokosh), und sagt zunächst angesichts der hohen Gage zu. (mehr …)