Mit ‘crime’ getaggte Beiträge

Detective Ma Jun (Donnie Yen) ist berüchtigt für seine etwas rabiaten Methoden beim Umgang mit Zeugen und Verdächtigen. Doch wenn es um die Triaden geht, kennt er kein Pardon. Sein Partner Wilson (Louis Koo) arbeitet undercover für die drei Triaden-Brüder und Schmuggler Tony (Collin Chou), Archer (Ray Lui) und Tiger (Xing Yu), ehemalige Flüchtlinge aus Vietnam, die die Unterwelt Hongkongs aufmischen. Doch die Verbrecher zu überführen, will nicht so wirklich gelingen – ständig werden die Pläne durchkreuzt. Beweise gegen die Brüder zu finden ist schwierig, Wilson droht jeden Moment aufzufliegen und sobald eine Gerichtsverhandlung möglich scheint, werden Zeugen systematisch liquidiert oder erpresst, damit sie nicht aussagen können. Als es dann schließlich persönlich wird, sieht Ma rot und nimmt die Sache in die eigenen Hände. (mehr …)

Mak-dong (Han Suk-kyu) kehrt nach seinem abgeleisteten Wehrdienst wieder nach Hause. Im Zug möchte er einer Frau helfen, die von Halbstarken belästigt wird. Was er nicht ahnt: Die Frau gehört zu einem Gangsterboss aus Seoul. Dieser bietet ihm nun einen Job an und lässt den naiven jungen Mann zunehmend in die Unterwelt hinabgleiten. (mehr …)

Der Artikel enthält leichte Spoiler.

Der angehende Broker Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) kann sich nicht an der Wall Street durchsetzen, nachdem ihm der große Börsencrash 1987 einen Strich durch die Rechnung macht. Stattdessen geht er nach Long Island, wo er sich durch fragwürdige Methoden mit der Zeit sein Imperium aufbaut, indem er Menschen Aktien andreht, deren Wert künstlich und fälschlich überbewertet wurden. Ein Leben im Dauerrausch (Geld, Drogen, Sex) beginnt, bis Belfort in den Neunzigern aufgrund von Geldwäsche und kriminellen Aktionen am Finanzmarkt ins Gefängnis gehen muss. Scorsese ist bekannt dafür, Lebensläufe mit kometenhaftem Aufstieg und anschließendem Absturz virtuos zu verfilmen. Damit reiht sich THE WOLF OF WALL STREET, eine Verfilmung der Autobiografie Jordan Belforts, hinter seinen anderen Filmen wie RAGING BULL, GOODFELLAS und CASINO ein. (mehr …)

JACKIE BROWNTarantinos JACKIE BROWN kam drei Jahre nach seinem Kultfilm PULP FICTION in die Kinos und hatte eine schwere Aufgabe vor sich: der durch seine beiden ersten Filme zum Superstar avancierte Regisseur, der von den einen für ein Hollywood-Genie à la Orson Welles und von den anderen als überbewertetes B-Movie Konsumopfer eingeordnet wurde, überraschte mit seinem dritten Film, indem er einen Teil seiner Anhängerschaft leicht enttäuschte, gleichzeitig jedoch neue Befürworter für sich gewinnen konnte. Tarantino bewies mit JACKIE BROWN, dass er nicht durch einen freak accident im Hollywood-Pantheon gelandet war, sondern ein ernstzunehmender Regisseur, mit dem weiterhin zu rechnen sein konnte. (mehr …)

PULP FICTIONPULP FICTION ist der Kultfilm der Neunziger und höchstwahrscheinlich auch deren einflussreichster Titel. Etliche Gangsterkomödien und cool guys Streifen, manchmal mit ähnlich fragmentierter Struktur, tauchten nach Tarantinos Film auf, deren Realisierung allein durch die Existenz von PULP FICTION möglich war. Tarantino bewies zudem (bereits mit RESERVOIR DOGS), dass nicht zwangsläufig große Budgets, sondern gute Ideen für gute Filme sorgen, wenn den Künstlern ein kreatives Umfeld bereitgestellt wird und Studios ihnen entsprechende Freiheiten gewähren. Somit ebnete Tarantino etlichen nachkommenden Regisseuren den Weg (z. B. Guy Ritchie), die plötzlich für Projekte grünes Licht bekamen, die ihnen vorher nur vor der Nase zugeschlagene Produktionstüren eingebracht hätten. Dabei ist PULP FICTION in seinen Elementen kein grundorigineller Film, sondern vielmehr ein Sammelsurium von Filmreferenzen, eine Ode an den Film als Entertainment und Kunst selbst und der zahlreichen (teilweise trashigen) Charaktere, Plots, Bilder und Töne seiner Geschichte. (mehr …)

Um den Mörder von zwei scheinbar wahllos ausgesuchten Familien ausfindig zu machen, tritt FBI Agent und Psychologe Will Graham (William Petersen) wieder den Dienst an, nachdem er, traumatisiert von seinem letzten Fall, ausgestiegen war. Er lässt seine Frau und seinen Sohn im idyllischen Strandhaus zurück, um sich fortan in die Gedankenwelt der „Zahnfee“, wie der Serienmörder von den Ermittlern genannt wird, zu versetzen. Dabei benötigt er Hilfe, und er sucht den inhaftierten Dr. Hannibal Lecktor (Brian Cox) auf, ausgerechnet den Mörder aus seinem letzten Fall. (mehr …)

THIEF

Veröffentlicht: 22. August 2012 in reviews
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Frank ist ein Profi-Dieb. Nach außen hin verkauft er Gebrauchtwagen, doch seiner wahren Berufung geht er nachts nach. Er arbeitet gerne unabhängig und alleine, lediglich wenige Vertraute unterstützen ihn bei seinen Coups. Als nach einem erfolgreichen Einbruch der Mann, der Frank seinen Anteil auszahlen soll, von Männern der Mafia niedergeschossen wird, verlangt Frank sein Geld von ihnen. Beeindruckt von seiner direkten Art und seinen Erfolgen, bietet Mafiaboss Leo (Robert Prosky) ihm eine lukrative Zusammenarbeit an. Diese jedoch handelt ihm viel Ärger ein. Polizeiüberwachung, Wanzen in seiner Wohnung. Er entscheidet sich, nur den einen Auftrag durchzuführen und sich dann von seinen temporären Geschäftspartnern wieder zu trennen. (mehr …)

Sun-woo arbeitet in einem Hotel, allerdings für Verbrecherboss Baek. Für diesen erledigt er seit sieben Jahren die Drecksarbeit, ohne zu murren, ohne zu hinterfragen. Knallhart und emotionslos. Er wohnt in einer sterilen Designerwohnung, trägt die feinsten Anzüge und hat scheinbar bis auf seine Arbeit kein Privatleben oder andere Interessen. Sein so klar strukturiertes Cleaner-Leben gerät aus der Bahn, als er von Boss Baek den Auftrag erhält, dessen junge Freundin drei Tage lang zu begleiten und zu beobachten, um herauszufinden, ob sie einen Liebhaber hat. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist die Anweisung nicht zu missverstehen: beide sollen dann beseitigt werden. Sun-woo lernt also Hee-soo (Shin Min-a) kennen, und es kommt, wie es kommen muss, oder wie wir zumindest erwarten würden… (mehr …)

Da es sich bei dieser Review um eine Fortsetzung handelt, lassen sich gewisse Spoiler nicht vermeiden. Daher rate ich davon ab, diesen Artikel zu lesen, ehe man ELECTION gesehen hat.

Zwei Jahre sind vergangen seit der letzten Wahl des Triadenanführers. Lam Lok (Simon Yam) wurde damals gewählt und möchte nun am liebsten wiedergewählt werden und die Macht behalten. Dies scheint sich als schwierig zu erweisen, denn der junge Jimmy Lee (Louis Koo) hat zahlreiche Unterstützer und steht, sobald er sich für die Kandidatur entscheidet, als neuer Boss quasi fest. Ironischerweise will Lee gar nicht so viel mit den Triaden zu tun haben. Er ist Geschäftsmann, vertreibt Raubkopien und Pornofilme. Dadurch hat er ein riesiges Netzwerk auch im Ausland, auf das er zugreifen kann, und ein großes Vermögen angehäuft. (mehr …)

Es ist das Jahr 1991 in Hongkong, und zwei Undercover-Lebensläufe stehen in den Anfängen. Chan Wing Yan (Shawn Yue), dessen Familienzugehörigkeit ihm die weitere Ausbildung in der Polizeiakademie verwehrt, wird von Inspektor Wong (Anthony Wong) angeworben, als verdeckter Ermittler in eben der kriminellen Familie zu agieren, zu der er eigentlich gehört. Diese Familie wird nach der Ermordung des Oberhaupts nun von dessen Sohn Ngai Wing Hau (Francis Ng) wie ein großes Unternehmen in Banker-Manier geleitet.

Zur gleichen Zeit wird Lau Kin Ming (Edison Chen) bei der Polizei von Verbrecherchef Sam (Eric Tsang), bzw. dessen Frau, als Maulwurf eingeschleust. (mehr …)

In der Eröffnungsszene versammeln sich wortkarge Killer vor einem Haus. Sie warten auf Wo, treffen aber nur auf dessen Frau Jin (Josie Ho), die ihnen die Tür vor der Nase verschließt und mit ihrem Säugling auf dem Arm sorgenvoll aus dem Fenster auf die finsteren Gestalten blickt. Die ersten beiden, die gekommen waren, sind Blaze (Anthony Wong) und Fat (Lam Suet), und müssen Wo im Auftrag des Hongkong Verbrecherbosses Fay (Simon Yam) töten. Die anderen beiden, Cat (Roy Cheung) und Tai (Francis Ng), kommen um Wo zu beschützen. Wo (Nick Cheung) trifft schließlich ein, es gibt einen wilden Schusswechsel, dann setzen sich alle zusammen, um sich zu besprechen, nachdem sie der jungen Familie zunächst dabei helfen, die neuen Möbel in die Wohnung zu tragen und aufzubauen. Wir erfahren, dass sich die Gruppe seit der Jugendzeit kennt… (mehr …)

In Hongkongs Unterwelt herrschen die Triaden, eine riesige Organisation bestehend aus mehreren „Familien“. Alle zwei Jahre muss ein neuer Anführer gewählt werden, und es bricht ein Machtkampf aus zwischen Lam Lok (Simon Yam) und Big D (Tony Leung Ka Fai), der durch Intrigen, Hinterhalte, Verfolgungsjagden und viel Blut ausgefochten wird. Lam Lok wurde zwar von den Oberhäuptern gewählt, doch Konkurrent Big D erkennt die Wahl nicht an und es droht ein umfassender Bandenkrieg. Hinzu kommt noch, dass der rechtmäßig gewählte Anführer den traditionellen Kommandostab, ein altes Zepter, in den Händen halten muss, sobald er das Amt antritt. So sind die Parteien neben dem Kampf gegeneinander auch noch alle auf der Jagd nach dem rituellen Stab. (mehr …)

Als ich 1995 Michael Manns HEAT im Kino gesehen hatte, eröffnete sich mir eine neue Welt. Damals wollte ich den Film sehen aufgrund der Größen Robert De Niro und Al Pacino. Michael Mann war mir kein Begriff, doch das sollte sich schnell ändern. HEAT ist seitdem in meinem Kopf gewachsen und hat enorme Ausmaße angenommen. Wenn mich jemand nach meinem Lieblingsfilm aller Zeiten fragt, so kann ich niemals nur einen Titel nennen, sondern immer eine ganze Liste, die je nach Lust und Laune variabel ist. Ein paar Filme sind jedoch immer ganz oben in dieser Liste, über die ich keine Sekunde nachdenken muss. Einer dieser Filme ist HEAT. (mehr …)

Tatsuhito Kiriya (Kippei Shiina) ist Polizist mit chinesischen Wurzeln. Er arbeitet im Tokyoter Shinjuku Viertel, wo er gegen das organisierte Verbrechen ermittelt und es täglich mit den Machenschaften der Yakuza/Triaden zu tun hat. Abgehärtet und abgestumpft durch die alltägliche Gewalt und seiner eigenen Identität, die stets mit (unterschwelligem) Rassismus konfrontiert wird, erschwert sich sein Leben, als er versucht, seinen jüngeren Bruder aus den Klauen des Verbrechermilieus, in Form von Wang (Tomorowo Taguchi), zu befreien. (mehr …)

DEAD OR ALIVE: HANZAISHA und ÔDISHON kamen beide 1999 raus. Takashi Miike, bekannt als Fließband-Regisseur (dreht gerne mal ein halbes Dutzend Filme im Jahr), mit Wurzeln im Direct-to-Video- (und damit auch B-Film- und Trash-Bereich) machte sich durch diese zwei Werke auch dem Westen bekannt. Beide sorgten für gespaltene Reaktionen und unterschiedliche Meinungen. Fest steht, dass Miike Aufsehen erregt hatte und die Zuschauer überraschen konnte (mehr …)