Mit ‘horror’ getaggte Beiträge

Diese Review enthält einige Spoiler!

ALIEN: COVENANT spielt zehn Jahre nach den Ereignissen von PROMETHEUS (2012). Das Kolonisationsschiff Covenant befindet sich auf dem Weg in eine neue Welt, wo die Crew sowie ihre 2000 Kolonisten (gefrorene Embryonen) ein neues Leben beginnen sollen. Aufgrund eines Zwischenfalls wird die Crew aus dem Kälteschlaf geweckt – es kommt zu einigen Verlusten. Dann stellen sie fest, dass sie ein Signal empfangen haben, das zweifellos menschlich ist – jemand singt Country Roads von John Denver. Das Signal stammt von einem anderen Planeten, den die Kolonisten nicht kennen und der auch nicht erforscht ist – doch seine Werte sind den Instrumenten nach besser als die ihres Zielplaneten. Also entscheidet der zum Captain aufgestiegene Oram (Billy Crudup), einen Umweg zu machen und der Sache auf den Grund zu gehen. Warum die Chance vergehen lassen, eine bessere Welt zu finden? (mehr …)

Die sechzehnjährige Jesse (Elle Fanning) kommt nach Los Angeles in die vermeintliche Stadt der Engel, um dort eine Karriere als Model zu beginnen. Dort sorgt sie für Aufsehen – nicht nur bei der Makeup-Künstlerin Ruby (Jena Malone), die sofort von ihr fasziniert ist, sondern auch bei ihrer Konkurrenz, den Models Gigi (Bella Heathcote) und Sarah (Abbey Lee). Denn Jesse besitzt etwas, das die beiden nicht haben, und wird schon bald bei den Castings bevorzugt. Sie erobert die Herzen der Modedesigner und Fotografen, und wird schließlich von der Modewelt, dem Geschäft mit der Schönheit, vereinnahmt. (mehr …)

Verschont wird sie wahrlich nicht, die gute Lieutenant Ripley (Sigourney Weaver). Nachdem sie sich auf dem Gefängnisplaneten Fiorina 161 nur noch mit dem Freitod zu helfen wusste, fällt 200 Jahre später skrupellosen Wissenschaftlern nichts besseres ein, als die Verstorbene mittels DNA-Proben aus Blutresten zu klonen. Dabei geht es weniger um die Wiederauferstandene Ripley, sondern mehr um das, was in ihrem Körper steckt. Denn die Erbinformation einer Alien-Königin hat sich scheinbar mit dem Genom Ripleys vermengt, so dass der gefährliche Organismus miterzeugt wird. All das geschieht an Bord des militärischen Schiffes USM Auriga, wo das United Systems Military unter dem Kommando von General Perez (ein herrlicher Dan Hedaya) daran forscht, Aliens zu züchten (und natürlich als Waffen zu verwenden). (mehr …)

ALIEN³

Veröffentlicht: 18. Februar 2016 in reviews
Schlagwörter:, , , , , , , , ,

Nachdem Ripley zusammen mit Newt und dem Colonial Marine Hicks von der Kolonie LV-426 fliehen konnten, ereignet sich auf ihrem Raumschiff während ihres Kälteschlafs eine Katastrophe, die zur Abtrennung der Rettungskapsel und zum Absturz auf die abgelegene Welt Fiorina „Fury“ 161 führt. Hicks und Newt überleben nicht, daher findet sich Ripley (Sigourney Weaver) alleine auf einer Gefängniskolonie wieder, in der ausschließlich „Doppel-Y-Chromosom“-Mörder und Triebtäter arbeiten, die hier der Außenwelt entsagt und ihren Glauben in einer fundamentalistischen christlichen Religion gefunden haben. Alles wäre halb so schlimm, wenn Ripley nicht der dringende Verdacht plagen würde, dass sie möglicherweise einen ungebetenen Gast in ihrer Kapsel mitgebracht hat … (mehr …)

Sieben Jahre nach dem SF-Klassiker ALIEN (1979) drehte Action-Regisseur James Cameron (THE TERMINATOR, AVATAR) die Testosteron-geladene Fortsetzung ALIENS. Damit gelang Cameron ein weithin ebenbürtiger Film, den man nicht allzu stark mit Scotts Film vergleichen sollte, da beide Filme das Konzept unterschiedlich angehen. Letztlich wird der persönliche Geschmack ausmachen, ob man den ersten oder den zweiten Teil bevorzugt. 57 Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils erwacht Ripley (Sigourney Weaver), die einzige Überlebende der Katastrophe auf der Nostromo, aus ihrem Kälteschlaf. Sie steht unter Schock, als sie erfährt, wie lange es gedauert hat, bis sie entdeckt und gerettet wurde. Sie erfährt, dass die ominöse Firma, für die auch die Nostromo flog, auf LV-426, der Welt, auf der Ripley und ihre Crew damals den gefährlichen Organismus entdeckten, tatsächlich eine Kolonie errichtet hat und nichts von ihren Horrorgeschichten hält, für die es scheinbar keine Beweise gibt. (mehr …)

Das kommerzielle Frachtschiff Nostromo, dessen Crew sich im Kälteschlaf befindet, empfängt ein mysteriöses Signal, einen vermeintlichen Notruf von einem Planetoiden. Der Schiffscomputer weckt daraufhin die Mannschaft, die diesem Signal, so die Regularien des Unternehmens, nachgehen muss. Also landet die Nostromo auf dem Weltraumbrocken, und die Crew um Captain Dallas (Tom Skerritt) entdeckt das Wrack eines außerirdischen Raumschiffes. Innerhalb des fremden Schiffes finden sie die Leiche eines riesigen Wesens sowie einen Raum mit unzählichen eiförmigen Gebilden. Aus einem dieser Eier springt ein Wesen heraus und heftet sich an den Helm von Kane (John Hurt). So gelangt der fremde Organismus schließlich an Bord der Nostromo und das Horrorszenario nimmt seinen Lauf. (mehr …)

Dieser Artikel enthält Spoiler, die wesentliches über die Handlung verraten. Die Spoiler sind im Text als solche markiert und können vom Leser übersprungen werden, falls der Film noch nicht gesichtet wurde.

Ein wenig zwiegespalten war ich nach meiner ersten Sichtung von Kim Jee-woons A TALE OF TWO SISTERS schon. Generell schaue ich alles an, doch es gibt zwei Genres, denen kann ich wenig abgewinnen. Zum einen das Musical (Ausnahme sind hier Animationsfilme à la Disney), und zweitens der Horrorfilm. Es ist nicht so, dass ich keine Horrorfilme schaue. Im Gegenteil schätze ich einige Klassiker des Genres sehr hoch, z. B. Kubricks THE SHINING oder auch Polanskis ROSEMARY’S BABY. Die meisten Horrorfilme jedoch machen mich wenig an, und gerade die etwas neuere Horror-Schiene, die eher auf Gewaltvisualisierung und billige Schockelemente setzt als auf echten, langsam aufkommenden Horror, lässt mich ziemlich kalt. Da kostet es mich immer etwas Überwindung, mir einen Film dieser Gattung anzusehen. Doch Kim Jee-woon ist ein interessanter Filmemacher (THE GOOD, THE BAD, THE WEIRD, I SAW THE DEVIL, A BITTERSWEET LIFE), und der erfolgreichste Horror-/Mysteryfilm Südkoreas ist dann doch ein Titel, der auf meiner Watchlist nicht fehlen durfte. (mehr …)

BURIED

Veröffentlicht: 17. Juni 2011 in reviews
Schlagwörter:, , , , , , , ,

Filme, die nur an einer Location spielen, üben einen gewissen Reiz aus. Zunächst einmal ist die Herausforderung groß, mit solch limitierten Ausgangsbedingungen eine Geschichte in Spielfilmlänge zu füllen, die auch funktioniert. Die zweite Herausforderung ist, diese Geschichte filmisch spannend und abwechslungsreich inszenieren zu können, denn all die Möglichkeiten, die man bei einem herkömmlichen Film hat und die in verschiedensten Situationen bei Problemen helfen können (Landschaftsaufnahmen, neue Setups, Inserts,…und, ja, Locationwechsel!), fallen weg.

In BURIED wird das Kammerspiel auf die Spitze getrieben. (mehr …)

Schaut euch den Film an, ehe ihr diese Rezension lest. Hier gibt es zwar keine großen Spoiler, aber dennoch wird auf viele Aspekte des Films eingegangen, die man lieber unvoreingenommen im Kino genießen sollte.

Die Kamera klebt an den Gesichtern der Darsteller, allen voran der Hauptprotagonistin. In dieser intimen Atmosphäre hören wir jeden Atemzug, jedes Schnaufen und Stöhnen, das Biegen und Knarzen der Schuhe und des Holzbodens. Die Kamera wirbelt um die Tänzerinnen und Tänzer, als sei sie selbst Teil des Ensembles, und bietet dadurch eine Perspektive, die üblicherweise einem Publikum bei einer solchen Aufführung nicht geboten wird. Wir können ihnen tief in die Augen blicken, sehen die Anstrengung, den Kraftakt und die Verbissenheit. Ein Einblick, der die Vorführung intensiver und auch härter erscheinen lässt als in der bequemen und fast anonymen Totalen des Theaterpublikums. (mehr …)

SPLICE

Veröffentlicht: 5. Dezember 2010 in reviews
Schlagwörter:, , , , , , , ,

Ein junges, hippes und sehr ambitioniertes Wissenschaftlerpärchen hat blobartige Lebensformen aus verschiedenen Tiergenen erschaffen, aus denen sich offenbar medizinisch wertvolle Enzyme produzieren lassen. Das Pharmaunternehmen will auch sofort in die Produktion gehen, unsere beiden Protagonisten Elsa (Sarah Polley) und Clive (Adrien Brody) jedoch, insbesondere die verbissene Elsa, gehen einen Schritt weiter: sie mischen der neuen Form menschliche DNA bei und erschaffen ein ganz neues Wesen… (mehr …)

ROSEMARY‘S BABY ist ein Horrorfilm aus dem Jahre 1968, das Drehbuch schrieb und Regie führte Roman Polanski (CHINATOWN), basierend auf der Buchvorlage von Ira Levin. Ähnlich wie Stanley Kubricks THE SHINING zählt ROSEMARY‘S BABY zu den intelligenten Horrorfilmen, die in erster Linie im Kopf des Zuschauers geschehen und nicht auf blutige Schockeffekte angewiesen sind. In einer Zeit, in der man durch gereifte Spezialeffekte oder digitale Tricks fast alles zeigen kann, was man zeigen möchte, und dies auch eifrig gemacht wird, um das abgestumpfte Publikum von Neuem schockieren und unterhalten zu können, kann man die Frage aufwerfen, ob nicht eher die Überlegung, was man alles nicht zeigen sollte, wieder in den Vordergrund gedrängt werden sollte. (mehr …)

In der Zukunft sind Vampire in der Mehrheit, und die schrumpfende Population der Menschen ist in die Marginalität verbannt. Da es immer weniger Menschen gibt, entsteht ein Problem: was passiert, wenn es keinen Tropfen Menschenblut mehr gibt? Die Forschung arbeitet an Ersatzblut, doch die bisherigen Versuche haben fatale Ergebnisse. Ein führendes Unternehmen forscht parallel an künstlichem Blut, macht seinen größten Umsatz jedoch mit dem Verkauf von Blut aus seiner gigantischen Menschenfarm. Hier werden eingefangene Menschen am Leben erhalten und wie Kühe gemolken, indem sie zur Ader gelassen werden.

Einer der leitenden Wissenschaftler des Unternehmens, Edward Dalton (Ethan Hawke), gehört zu einer seltenen Sorte Vampir: er hat ein Gewissen und kann es nicht mit sich vereinbaren, Menschenblut zu trinken. (mehr …)

Shigeharu Aoyama (Ryo Ishibashi) ist TV-Produzent und seit sieben Jahren Witwer. Er lebt mit seinem Sohn zusammen und entscheidet sich auf dessen Anraten endlich, wieder nach einer Frau zu suchen und erneut zu heiraten. Doch wie soll er die perfekte Frau für seine hohen Ansprüche finden?

Sein Berufskollege Yasuhisa Yoshikawa (Jun Kunimura – der von Lucy Liu in KILL BILL enthauptete Yakuza Boss) hat schließlich die zündende Idee: die beiden werden ein Casting in die Gänge leiten (mehr …)

ANTICHRIST

Veröffentlicht: 15. Januar 2010 in reviews
Schlagwörter:, , , ,

Ich tue mich zugegebermaßen etwas schwer mit meiner Review zu ANTICHRIST von Lars von Trier. Bekannt für schwierige, provozierende Filme, die dem Zuschauer manches abverlangen, bietet uns der Däne mit seinem neuesten Film ein verstörendes Werk über Schuld, das Böse und Krankheit.

Die zwei einzigen namenlosen Protagonisten sind ein Ehepaar, gespielt von Willem Dafoe und einer unglaublichen Charlotte Gainsbourg, welches gleich in der Eröffnungssequenz während der ekstatischen Ausübung des Geschlechtsakt nicht bemerkt, (mehr …)

THE SHINING

Veröffentlicht: 23. Dezember 2009 in reviews
Schlagwörter:, , , , , , , ,

SPOILER-WARNUNG!

Kleine Vorgeschichte:

Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich THE SHINING das erste Mal gesehen habe, aber es ist mehrere Jahre her. Vor einiger Zeit habe ich mich nach dem Kauf der Blu-Ray entschieden, Stanley Kubricks Horrorfilm von 1980 ein zweites Mal zu sehen. Die grobe Handlung war mir natürlich noch im Kopf geblieben, genauso wie die prominentesten Szenen, die mittlerweile fest verankert sind in unserer modernen Popkultur und auch zahlreich zitiert und parodiert werden. Und doch meine ich sagen zu können, dass mich der Film jetzt nach diesem zweiten Anlauf wesentlich mehr fasziniert und gebannt hat. Das mag einerseits am Alter liegen oder an der besseren cineastischen Situation (Blu-Ray auf einem Plasma-TV mit Surroundton – dies stand mir beim ersten Mal nicht zur Verfügung), ich weiß es nicht. Jedoch beschäftigte mich der Film selbst Tage danach weiterhin. (mehr …)