Mit ‘kim jee-woon’ getaggte Beiträge

Dieser Artikel enthält Spoiler, die wesentliches über die Handlung verraten. Die Spoiler sind im Text als solche markiert und können vom Leser übersprungen werden, falls der Film noch nicht gesichtet wurde.

Ein wenig zwiegespalten war ich nach meiner ersten Sichtung von Kim Jee-woons A TALE OF TWO SISTERS schon. Generell schaue ich alles an, doch es gibt zwei Genres, denen kann ich wenig abgewinnen. Zum einen das Musical (Ausnahme sind hier Animationsfilme à la Disney), und zweitens der Horrorfilm. Es ist nicht so, dass ich keine Horrorfilme schaue. Im Gegenteil schätze ich einige Klassiker des Genres sehr hoch, z. B. Kubricks THE SHINING oder auch Polanskis ROSEMARY’S BABY. Die meisten Horrorfilme jedoch machen mich wenig an, und gerade die etwas neuere Horror-Schiene, die eher auf Gewaltvisualisierung und billige Schockelemente setzt als auf echten, langsam aufkommenden Horror, lässt mich ziemlich kalt. Da kostet es mich immer etwas Überwindung, mir einen Film dieser Gattung anzusehen. Doch Kim Jee-woon ist ein interessanter Filmemacher (THE GOOD, THE BAD, THE WEIRD, I SAW THE DEVIL, A BITTERSWEET LIFE), und der erfolgreichste Horror-/Mysteryfilm Südkoreas ist dann doch ein Titel, der auf meiner Watchlist nicht fehlen durfte. (mehr …)

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Sun-woo arbeitet in einem Hotel, allerdings für Verbrecherboss Baek. Für diesen erledigt er seit sieben Jahren die Drecksarbeit, ohne zu murren, ohne zu hinterfragen. Knallhart und emotionslos. Er wohnt in einer sterilen Designerwohnung, trägt die feinsten Anzüge und hat scheinbar bis auf seine Arbeit kein Privatleben oder andere Interessen. Sein so klar strukturiertes Cleaner-Leben gerät aus der Bahn, als er von Boss Baek den Auftrag erhält, dessen junge Freundin drei Tage lang zu begleiten und zu beobachten, um herauszufinden, ob sie einen Liebhaber hat. Sollte sich der Verdacht bestätigen, ist die Anweisung nicht zu missverstehen: beide sollen dann beseitigt werden. Sun-woo lernt also Hee-soo (Shin Min-a) kennen, und es kommt, wie es kommen muss, oder wie wir zumindest erwarten würden… (mehr …)