Mit ‘komödie’ getaggte Beiträge

Der Artikel enthält leichte Spoiler.

Der angehende Broker Jordan Belfort (Leonardo DiCaprio) kann sich nicht an der Wall Street durchsetzen, nachdem ihm der große Börsencrash 1987 einen Strich durch die Rechnung macht. Stattdessen geht er nach Long Island, wo er sich durch fragwürdige Methoden mit der Zeit sein Imperium aufbaut, indem er Menschen Aktien andreht, deren Wert künstlich und fälschlich überbewertet wurden. Ein Leben im Dauerrausch (Geld, Drogen, Sex) beginnt, bis Belfort in den Neunzigern aufgrund von Geldwäsche und kriminellen Aktionen am Finanzmarkt ins Gefängnis gehen muss. Scorsese ist bekannt dafür, Lebensläufe mit kometenhaftem Aufstieg und anschließendem Absturz virtuos zu verfilmen. Damit reiht sich THE WOLF OF WALL STREET, eine Verfilmung der Autobiografie Jordan Belforts, hinter seinen anderen Filmen wie RAGING BULL, GOODFELLAS und CASINO ein. (mehr …)

JACKIE BROWNTarantinos JACKIE BROWN kam drei Jahre nach seinem Kultfilm PULP FICTION in die Kinos und hatte eine schwere Aufgabe vor sich: der durch seine beiden ersten Filme zum Superstar avancierte Regisseur, der von den einen für ein Hollywood-Genie à la Orson Welles und von den anderen als überbewertetes B-Movie Konsumopfer eingeordnet wurde, überraschte mit seinem dritten Film, indem er einen Teil seiner Anhängerschaft leicht enttäuschte, gleichzeitig jedoch neue Befürworter für sich gewinnen konnte. Tarantino bewies mit JACKIE BROWN, dass er nicht durch einen freak accident im Hollywood-Pantheon gelandet war, sondern ein ernstzunehmender Regisseur, mit dem weiterhin zu rechnen sein konnte. (mehr …)

PULP FICTIONPULP FICTION ist der Kultfilm der Neunziger und höchstwahrscheinlich auch deren einflussreichster Titel. Etliche Gangsterkomödien und cool guys Streifen, manchmal mit ähnlich fragmentierter Struktur, tauchten nach Tarantinos Film auf, deren Realisierung allein durch die Existenz von PULP FICTION möglich war. Tarantino bewies zudem (bereits mit RESERVOIR DOGS), dass nicht zwangsläufig große Budgets, sondern gute Ideen für gute Filme sorgen, wenn den Künstlern ein kreatives Umfeld bereitgestellt wird und Studios ihnen entsprechende Freiheiten gewähren. Somit ebnete Tarantino etlichen nachkommenden Regisseuren den Weg (z. B. Guy Ritchie), die plötzlich für Projekte grünes Licht bekamen, die ihnen vorher nur vor der Nase zugeschlagene Produktionstüren eingebracht hätten. Dabei ist PULP FICTION in seinen Elementen kein grundorigineller Film, sondern vielmehr ein Sammelsurium von Filmreferenzen, eine Ode an den Film als Entertainment und Kunst selbst und der zahlreichen (teilweise trashigen) Charaktere, Plots, Bilder und Töne seiner Geschichte. (mehr …)

Man sollte nicht den Fehler machen und THE ARTIST aus Motiven wie „Ich mag keine Stummfilme“ oder „Ich schaue nur Farbfilme“ übergehen, denn es handelt sich bei Michel Hazanavicius‘ Film nicht nur um eine liebevolle Hommage an die alte Stummfilm-Ära Hollywood(land)s und ihrer damaligen Stars, sondern in erster Linie um einen guten Film. Er erzählt eine Geschichte ohne Dialog (bis auf die gelegentlich eingeblendeten Texttafeln), lediglich mit Aktion im Bild und musikalischer Untermalung, und kann dem Zuschauer dennoch die Handlung und die Dramatik um das Leben von George Valentin (Jean Dujardin) in der universalen Sprache der bewegten Bilder vermitteln. (mehr …)

Wie aus dem Nichts erfährt Cal Weaver (Steve Carell), dass seine Frau Emily (Julianne Moore) sich von ihm scheiden lassen möchte. Sein 13-jähriger Sohn Robbie (Jonah Bobo) ist bis über beide Ohren in seine vier Jahre ältere Babysitterin Jessica (Analeigh Tipton) verliebt, welche wiederum nur schmachtende Blicke für seinen Vater hat. In einer waschechten Midlife-Crisis angelangt, lernt Cal in einer Bar den Womanizer Jacob (Ryan Gosling) kennen, der dessen Selbstmitleid und erbärmliches Äußeres nicht mehr ertragen kann und sich entschließt, ihm in Sachen Frauen unter die Arme zu greifen. Cal, der seine Frau auf der High School kennengelernt hatte und sonst keinerlei Erfahrung mit dem anderen Geschlecht sammeln konnte, findet sich plötzlich in einer neuen Welt wieder, in Jacobs Revier: schicke Outfits, spendierte Drinks, treffsichere Anmachsprüche, und Frauen, Frauen, Frauen. Gleichzeitig versucht Robbie, seine Eltern wieder zusammen zu bringen und bei seiner eigenen Traumfrau Aufmerksamkeit zu erregen. Emily fragt sich ernüchtert, ob die Scheidung wirklich eine gute Idee war und Cal muss herausfinden, ob Jacobs Lebensstil auch der seine werden kann. Letzten Endes suchen sie alle die wahre Liebe. (mehr …)

Wenn man sich rückwirkend RESERVOIR DOGS ansieht, kann man nur darüber staunen, wie gut Tarantino bereits in seinem ersten Spielfilm war. Weltberühmtheit erreichte er zwar erst durch das Folgewerk PULP FICTION, doch wird RESERVOIR DOGS allgemein als genialer Kultfilm und gelungenes Debüt angesehen. Die Story ist einfach: sechs Gangster werden beauftragt, einen Juwelier auszurauben. Sie bekommen von ihrem Auftraggeber Codenamen: Mr. White (Harvey Keitel), Mr. Orange (Tim Roth), Mr. Blonde (Michael Madsen), Mr. Pink (Steve Buscemi), Mr. Blue (Edward Bunker) und Mr. Brown (Tarantino). Der Überfall geht völlig schief, überall ist Polizei und es kommt zur Schießerei. Einige werden verwundet oder sterben. Die Verbliebenen sammeln sich in einem abgelegenen Lagerhaus, welches als Sammelpunkt dient. Hier spielt der Großteil der Geschichte, und hier versuchen sie auch herauszubekommen, wer sie verpfiffen hat. Denn da die Polizei so früh schon anwesend war, sind sie sich (fast) einig, dass ein Maulwurf unter ihnen ist. (mehr …)

Manchmal ist ein Film schön gemacht, spannend, lustig, technisch einwandfrei und auch dramaturgisch ohne große Schwächen, so dass man sich im Anschluss fragt, warum man dem Film keine zu gute Wertung geben möchte. THE ADJUSTMENT BUREAU (deutscher Titel „Der Plan“) ist so ein Film. Matt Damon spielt den ehrgeizigen New Yorker Politiker David Norris, bei den Wählern beliebt, von den Gegnern gefürchtet; kurz davor, einen Sitz im Congress zu erhalten. Da begegnet ihm die ihn faszinierende, impulsive und erfrischende Elise (Emily Blunt), die seine ganzen Ambitionen mit einem Schlag in Relation geraten lässt. Und noch etwas merkwürdiges geschieht mit David. Er erhascht einen Blick hinter die Kulissen, der ihm und den restlichen Menschen normalerweise nie ermöglicht wird. Mysteriöse Männer in Anzügen und grauen Hüten, die beim Passieren einer gewöhnlichen Tür weite Strecken zu überbrücken scheinen, die Zeit anhalten können und David in einer Art Industriehalle festhalten, drohen ihm in zweierlei Richtungen: (mehr …)

Thomas (Jackie Chan) und David (Yuen Biao) betreiben als Exilchinesen einen fahrbaren Imbiss in Barcelona. Sie treffen die mysteriöse Sylvia (Lola Forner), die von Männern gejagt wird, welche sie um ihre Erbschaft bringen wollen. Als Sylvia schließlich gefangen gehalten wird, entscheiden sich Thomas und David mit der Hilfe von Detektiv Moby (Sammo Hung), sie zu befreien. (mehr …)

Kung Fu Schüler Dragon (Jackie Chan) will den abtrünnigen Schüler Tiger (Wei Pai) auf Geheiß des Meisters wieder nach Hause holen. Dabei verwickelt er sich allerdings zunehmend in Schwierigkeiten, da er von vielen Leuten, darunter Polizist Sang Kung (Shih Kien), mit Tiger verwechselt wird. Jener hat sich mit zwielichtigen Gestalten eingelassen und dabei geholfen, einen gefährlichen Verbrecher zu befreien. So kommt es am Ende zum finalen Showdown zwischen dem Verbrecher Kam (Hwang In-Shik) und Dragon. (mehr …)

SCOTT PILGRIM VS. THE WORLD ist die Verfilmung eines Comics, welchen ich noch nie gelesen habe und von welchem ich bis kurz vor dem Erscheinen des Films auch noch nie gehört hatte. Aus diesem Grund betrachte ich in meiner Einschätzung des Films nur diesen allein als eigenständiges Werk, auch wenn klar ist, dass dadurch sicher viele Anspielungen und Insidergags für mich unsichtbar werden. Dennoch bin ich der Ansicht, dass ein Film als solcher in sich funktionieren und stimmen muss. (mehr …)

THE GIRL WHO LEAPT THROUGH TIME ist ein wunderschöner Film über das Leben und die Sorgen eines weiblichen Teenagers, über banale Gedanken zu scheinbar belanglosen Kleinigkeiten, über die Angst vor dem Erwachsenwerden. (mehr …)

Ryan Bingham (George Clooney) lebt über den Wolken. Er fliegt von Stadt zu Stadt, sammelt Meilen und hat für so ziemlich alles Platinkarten. Sein Job ist, Leuten zu kündigen. Wenn Firmen im großen Stile umstrukturieren, beauftragen sie Ryans Firma, das nötige Personal möglichst reibungslos zu entlassen. Er mag seine Arbeit und verfolgt dabei ein eigenes Ethos – tatsächlich liebt er seinen ganzen Lebensstil: losgelöst von allen Wurzeln, ohne wirkliche Heimat, denn diesen Platz haben längst Erste Klasse Plätze, V.I.P. Lounges an Flughäfen und Hotelsuiten übernommen. Diese Unabhängigkeit schätzt er, und er ist auch ganz versessen darauf, Meilen zu sammeln. Das Sammeln selbst ist für ihn das Ziel, und nicht irgendeine Belohnung, die er eines Tages einlösen könnte. „The slower we move, the faster we die“, ist sein Motto, welches er auf Vorträgen zum Besten gibt. (mehr …)

Ich gebe zu, dass ich nicht eine einzige Sherlock Holmes Geschichte aus der Feder Sir Arthur Conan Doyles gelesen habe. Als Kind habe ich mich mal daran versucht, aber abgebrochen, da der Funke nicht übergesprungen war.

Von daher habe ich Guy Ritchies Interpretation der berühmten Detektivfigur völlig unvoreingenommen sehen können, ohne Erwartungen die Vorlage betreffend. Klar ist von Beginn des Films an, dass Ritchies Holmes eine Actionfigur ist. Er ist nicht nur kluger und aufmerksamer Beobachter, sondern kann auch physisch richtig austeilen. (mehr …)

THE INFORMANT!

Veröffentlicht: 21. April 2010 in reviews
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THE INFORMANT! erzählt die Geschichte von einer Person, die sich buchstäblich immer mehr und mehr in die Scheisse reitet. Matt Damon spielt Mark Whitacre, einen der leitenden Angestellten eines Agrikultur Giganten, welcher als Informant für das FBI Beweise für angebliche Preisabsprachen liefern soll. Whitacre, der sein Lügenkonstrukt notorisch immer weiter ausbaut, verliert sich selbst in einer Welt, in der er sich selbst und die Menschen um ihn herum etwas vormacht und nie in der Lage ist, die Bremse zu ziehen. (mehr …)

Im dritten Teil der Ocean‘s Trilogie entschließen sich Danny (Clooney) und sein Team von Edelgaunern, ihrem Freund Reuben (Elliott Gould) zu helfen, nachdem er von Hotelhai Willy Bank (Al Pacino) über den Tisch gezogen wurde. Wieder wird ein Plan in großem Stil ausgebrütet, dabei soll Bank bei der Eröffnung seines neuen Luxushotels richtig Verlust machen, aber in erster Linie auch sein Ego angekratzt werden… (mehr …)