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BLUE VALENTINE

Veröffentlicht: 19. Oktober 2016 in reviews
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Diese Review enthält leichte Spoiler.

Ein Film wie BLUE VALENTINE verspricht keinen angenehmen Wohlfühlabend. Keinen romantischen Kitsch, der einen mit Happy End und warmem Gefühl im Bauch entlässt. Stattdessen ist der Film ein vorbildliches Beispiel an Ehrlichkeit. Ehrlichkeit in seiner Handlung, im Spiel seiner Darsteller und in der Inszenierung. Zwei junge Menschen lernen sich kennen. Cindy (Michelle Williams) möchte Medizin studieren und später Ärztin werden. Ihre Familie kommt aus der Mittelklasse. Dean (Ryan Gosling) ist ein Umzugshelfer ohne Schulbildung. Beide lernen sich zufällig im Altenheim kennen, wo er bei einem Umzug arbeitet, während sie ihre Großmutter besucht. Sie verlieben sich, sie heiraten. Sechs Jahre später ist von der Leichtigkeit und dem Hochgefühl nichts mehr übrig geblieben. (mehr …)

Das Herz eines Cineasten schlägt immer dann höher, wenn er entweder ein altes Meisterwerk (neu) entdeckt, aber auch dann, wenn er einen neuen Film sehen darf, der mal wieder ganz anders ist als bisher Gesehenes. Dabei muss nicht das Rad neu erfunden werden (was mittlerweile auch schier unmöglich ist), aber es reicht schon aus, bekannte Motive und Muster auf neue Weise zu interpretieren und zu inszenieren. Spektakuläre Autoverfolgungsjagden gab es bereits (und damit meine ich die wirklich guten und kohärenten Choreographien wie z. B. in BULLIT, THE FRENCH CONNECTION oder RONIN und nicht Chaosmontagen der aktuelleren Actionstreifen), ebenso das Heist Motiv und den mysteriösen Einzelgänger ohne Namen. Die Liste ließe sich beliebig fortführen. Wie immer gilt: nicht die Idee, nicht die einzelnen Elemente, sondern das Händchen bei der Mixtur und der grundlegenden Stimmung machen schließlich die Differenzierung aus zwischen Industriestandard und kreativer Abweichung. Regisseur Nicolas Winding Refn war somit die beste Wahl, die getroffen werden konnte, um die Romanvorlage von James Sallis filmisch reizvoll umzusetzen. Wer BRONSON und VALHALLA RISING gesehen hat, der ist sich vorab bewusst, dass DRIVE kein gewöhnlicher Actionfilm sein kann. Und so übertrifft Winding Refn die Erwartungen in allen Belangen und bringt einen Genremix ins Kino, welcher wie bei seinem letzten Film das Publikum spalten wird. (mehr …)

Wie aus dem Nichts erfährt Cal Weaver (Steve Carell), dass seine Frau Emily (Julianne Moore) sich von ihm scheiden lassen möchte. Sein 13-jähriger Sohn Robbie (Jonah Bobo) ist bis über beide Ohren in seine vier Jahre ältere Babysitterin Jessica (Analeigh Tipton) verliebt, welche wiederum nur schmachtende Blicke für seinen Vater hat. In einer waschechten Midlife-Crisis angelangt, lernt Cal in einer Bar den Womanizer Jacob (Ryan Gosling) kennen, der dessen Selbstmitleid und erbärmliches Äußeres nicht mehr ertragen kann und sich entschließt, ihm in Sachen Frauen unter die Arme zu greifen. Cal, der seine Frau auf der High School kennengelernt hatte und sonst keinerlei Erfahrung mit dem anderen Geschlecht sammeln konnte, findet sich plötzlich in einer neuen Welt wieder, in Jacobs Revier: schicke Outfits, spendierte Drinks, treffsichere Anmachsprüche, und Frauen, Frauen, Frauen. Gleichzeitig versucht Robbie, seine Eltern wieder zusammen zu bringen und bei seiner eigenen Traumfrau Aufmerksamkeit zu erregen. Emily fragt sich ernüchtert, ob die Scheidung wirklich eine gute Idee war und Cal muss herausfinden, ob Jacobs Lebensstil auch der seine werden kann. Letzten Endes suchen sie alle die wahre Liebe. (mehr …)