Mit ‘thriller’ getaggte Beiträge

Detective Ma Jun (Donnie Yen) ist berüchtigt für seine etwas rabiaten Methoden beim Umgang mit Zeugen und Verdächtigen. Doch wenn es um die Triaden geht, kennt er kein Pardon. Sein Partner Wilson (Louis Koo) arbeitet undercover für die drei Triaden-Brüder und Schmuggler Tony (Collin Chou), Archer (Ray Lui) und Tiger (Xing Yu), ehemalige Flüchtlinge aus Vietnam, die die Unterwelt Hongkongs aufmischen. Doch die Verbrecher zu überführen, will nicht so wirklich gelingen – ständig werden die Pläne durchkreuzt. Beweise gegen die Brüder zu finden ist schwierig, Wilson droht jeden Moment aufzufliegen und sobald eine Gerichtsverhandlung möglich scheint, werden Zeugen systematisch liquidiert oder erpresst, damit sie nicht aussagen können. Als es dann schließlich persönlich wird, sieht Ma rot und nimmt die Sache in die eigenen Hände. (mehr …)

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Ohne Erinnerung, bewusstlos und mit Schusswunden im Rücken wird ein Amerikaner (Matt Damon) von italienischen Fischern im Mittelmeer gerettet. Der einzige Hinweis ist ein kleines Implantat in der Hüfte, das die Daten zu einem Züricher Schließfach enthält. So macht sich der Mann ohne Identität auf den Weg in die Schweiz, um sein Geheimnis zu lüften. Im Schließfach befinden sich Ausweise, Geld und eine Waffe. Ziemlich bald wird ihm klar, was auch immer er getan hat und wer er war, man ist ihm auf den Fersen und will ihn aus dem Weg räumen. Es beginnt eine Flucht gemeinsam mit Marie (Franka Potente) nach Frankreich. (mehr …)

AMERICAN SNIPER ist der erste Film von Clint Eastwood, den ich regelrecht hasse. Die dafür verhältnismäßig hohe Wertung von 5 Punkten liegt daran, dass es filmtechnisch wenig auszusetzen gibt, bis auf ein paar Ausnahmen. Bei diesem Film sollte man zwischen zwei Kategorien von Problemen trennen. Die eine ist die echte Person Chris Kyle, dem mittlerweile verstorbenen Scharfschützen der Navy SEALs, dessen Buch American Sniper (2012) bzw. dessen Leben hier verfilmt wurde. Die zweite Kategorie sind die Probleme, die aus dem Film selbst resultieren. (mehr …)

FOLLOWING

Veröffentlicht: 7. November 2014 in reviews
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FOLLOWING

Der erfolglose Schriftsteller „Bill“ (Jeremy Theobald) entscheidet sich irgendwann aus purer Langeweile, willkürlich ausgewählten Leuten auf der Straße zu folgen. Daraus entwickelt sich ein faszinierendes Spiel, bis er eines Tages auf diese Weise den Einbrecher Cobb (Alex Haw) trifft. Fortan dringen sie gemeinsam in fremde Wohnungen ein und stehlen Kleinigkeiten wie CDs und den ein oder anderen Gegenstand. Den wahren Kick holen sie sich jedoch, indem sie in Erfahrung bringen, was für Menschen in den jeweiligen Wohnungen leben, denn: „Everyone has a box.“ Damit bezieht sich Cobb auf Schachteln oder Kisten, in denen fast jeder persönliche Erinnerungsstücke aufbewahrt. Bill fühlt sich bald von einer Frau angezogen, in deren Wohnung er und Cobb gewesen sind. Er nimmt den Kontakt zu ihr auf und eine Affäre entsteht. Noch ahnt er nicht, in welchen Schlamassel er geraten wird … (mehr …)

Das Timing hätte kaum besser sein können. Mitten in der NSA-Affäre um Whistleblower Edward Snowden kommt Robert Redfords neuer Film in die Kinos. Es ist politisches, patriotisches und kritisches Kino, das viele Fragen aufwirft und den Zuschauer auffordert, sich Gedanken zu machen.
THE COMPANY YOU KEEP ist die Geschichte von alten Menschen, die in ihrer Jugend der linken Gruppierung der Weathermen angehörten, die sich, nach jahrelanger wirkungsloser und friedlicher Demonstration gegen den Vietnamkrieg und die Verbrechen der amerikansichen Regierung, radikalisierten und den Krieg nach Amerika bringen wollten, indem sie beispielsweise Regierungsgebäude in die Luft sprengten. Mittlerweile sind die Zeiten vorbei, die verbliebenen Weathermen sind untergetaucht und führen unter anderen Namen ihre Leben in der amerikanischen Gesellschaft. (mehr …)

FAIR GAME

Veröffentlicht: 17. Juli 2013 in reviews
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FAIR GAME ist ein wütender Film, der direkt und offen die US-Regierung, bzw. das Bush-Regime, angreift, welches so sehr darauf erpicht war, gegen den Irak in den Krieg zu ziehen, dass jedes Mittel recht war. Um zu beweisen, dass der ehemalige US-Freund Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen produziert, wird der Diplomat Joseph Wilson (Sean Penn) im Auftrag der CIA in den Niger geschickt, von wo aus angeblich Uran (Yellowcake) in den Irak verschickt worden sein soll. Nach Inspektion der dortigen Infrastruktur kommt Wilson zu dem eindeutigen Schluss, dass eine Uranlieferung aus dem Niger völlig ausgeschlossen war und ist. Doch der Bush-Administration passt dieser Bericht nicht in den Plan, er wird kurzerhand ignoriert und der Irak unter dem Vorwand der Massenvernichtungswaffen angegriffen. Erbost darüber, veröffentlicht Wilson einen Artikel in der New York Times: „What I didn’t find in Niger“. Der Artikel entlarvt die Clique im Weißen Haus als Lügner und Kriegstreiber, und genau deswegen reagiert sie mit aller Macht. (mehr …)

Diese Idee könnte aus der Feder eines fantasievollen Drehbuchautors kommen: Um sechs Mitarbeiter der amerikanischen Botschaft in Teheran aus dem Iran zu schmuggeln, gibt sich ein CIA Agent als Filmproduzent aus, der im Iran einen Science Fiction Film realisieren möchte. Die sechs Amerikaner sind Teil der Filmcrew, die nach erfolgreichem Location Scouting vor den Augen der Revolutionsgarde wieder nach Hause fliegen sollen. Tatsächlich handelt es sich bei diesem Plot nicht um ein Fantasieprodukt, sondern um eine reale verdeckte Operation, durch deren Hilfe die sechs besagten Amerikaner im Jahre 1979 nach dem Ansturm auf die Botschaft gerettet werden konnten. (mehr …)

Um den Mörder von zwei scheinbar wahllos ausgesuchten Familien ausfindig zu machen, tritt FBI Agent und Psychologe Will Graham (William Petersen) wieder den Dienst an, nachdem er, traumatisiert von seinem letzten Fall, ausgestiegen war. Er lässt seine Frau und seinen Sohn im idyllischen Strandhaus zurück, um sich fortan in die Gedankenwelt der „Zahnfee“, wie der Serienmörder von den Ermittlern genannt wird, zu versetzen. Dabei benötigt er Hilfe, und er sucht den inhaftierten Dr. Hannibal Lecktor (Brian Cox) auf, ausgerechnet den Mörder aus seinem letzten Fall. (mehr …)

THIEF

Veröffentlicht: 22. August 2012 in reviews
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Frank ist ein Profi-Dieb. Nach außen hin verkauft er Gebrauchtwagen, doch seiner wahren Berufung geht er nachts nach. Er arbeitet gerne unabhängig und alleine, lediglich wenige Vertraute unterstützen ihn bei seinen Coups. Als nach einem erfolgreichen Einbruch der Mann, der Frank seinen Anteil auszahlen soll, von Männern der Mafia niedergeschossen wird, verlangt Frank sein Geld von ihnen. Beeindruckt von seiner direkten Art und seinen Erfolgen, bietet Mafiaboss Leo (Robert Prosky) ihm eine lukrative Zusammenarbeit an. Diese jedoch handelt ihm viel Ärger ein. Polizeiüberwachung, Wanzen in seiner Wohnung. Er entscheidet sich, nur den einen Auftrag durchzuführen und sich dann von seinen temporären Geschäftspartnern wieder zu trennen. (mehr …)

Der Polizist Sang-gil ist wenig begeistert, als man ihm plötzlich einen Partner zur Seite stellt – und es sich hierbei auch noch um eine Frau handelt. Beide werden auf einen mysteriösen Tod angesetzt, der sich bald als eine Serie von Morden herausstellt, bei welcher die Opfer Bissspuren eines Wolfes am Hals aufweisen. Während das ungleiche Paar ermittelt und Eun-young als einzige Frau unter Männern damit kämpft, akzeptiert zu werden, führen die Ermittlungen zunehmend in die Abgründe von Drogenhandel und Kinderprostitution, die irgendwie mit dem mysteriösen Wolf verbunden sind. (mehr …)

Jung-ho ist ein ehemaliger Polizist, der nun als Zuhälter arbeitet und seine Callgirls den Kunden aus einem heruntergekommenen Büro heraus per Telefon vermittelt. Wenn es ein Problem mit den Freiern gibt, ist er zur Stelle – nicht, weil ihm so viel an den Frauen liegt, sondern weil er Angst um seine Investitionen hat. Nachdem Mi-jin, eines der Mädchen, verschwindet, ist er überzeugt davon, dass der Freier sie gekidnappt und verkauft hat. Was er nicht ahnt ist die wahre Natur des Freiers: Young-min ist tatsächlich ein Serienkiller, der Frauen gerne mit Hammer und Meißel bearbeitet. Diese Erkenntnis dämmert Jung-ho erst im Laufe der nun resultierenden Jagd. (mehr …)

Ga-num ist Taxifahrer in Yanji, der Hauptstadt von Yanbian, einer autonomen koreanischen Präfektur in China an der Grenze zu Nordkorea und Russland. Hoch verschuldet, da er für seine Frau ein Visum nach Südkorea besorgt hat, versucht er durch seinen Job und nächtliches Spielen seine Schulden bei der Unterwelt wieder zu begleichen. Von seiner Frau hat er seit ihrer Ausreise nichts mehr gehört. Als er am Rande der Verzweiflung ist, erhält er von Myun-ga, einem kriminellen Kopf in Yanji, einen Auftrag und die Chance auf die Lösung seiner Probleme. Für eine Stange Geld soll Ga-num nach Südkorea eingeschmuggelt werden, um dort eine bestimmte Person zu töten. Bei der Gelegenheit kann er auch Kontakt mit seiner Frau aufnehmen. Ga-num zögert nicht lange und macht sich auf die gefährliche Reise… (mehr …)

Das Herz eines Cineasten schlägt immer dann höher, wenn er entweder ein altes Meisterwerk (neu) entdeckt, aber auch dann, wenn er einen neuen Film sehen darf, der mal wieder ganz anders ist als bisher Gesehenes. Dabei muss nicht das Rad neu erfunden werden (was mittlerweile auch schier unmöglich ist), aber es reicht schon aus, bekannte Motive und Muster auf neue Weise zu interpretieren und zu inszenieren. Spektakuläre Autoverfolgungsjagden gab es bereits (und damit meine ich die wirklich guten und kohärenten Choreographien wie z. B. in BULLIT, THE FRENCH CONNECTION oder RONIN und nicht Chaosmontagen der aktuelleren Actionstreifen), ebenso das Heist Motiv und den mysteriösen Einzelgänger ohne Namen. Die Liste ließe sich beliebig fortführen. Wie immer gilt: nicht die Idee, nicht die einzelnen Elemente, sondern das Händchen bei der Mixtur und der grundlegenden Stimmung machen schließlich die Differenzierung aus zwischen Industriestandard und kreativer Abweichung. Regisseur Nicolas Winding Refn war somit die beste Wahl, die getroffen werden konnte, um die Romanvorlage von James Sallis filmisch reizvoll umzusetzen. Wer BRONSON und VALHALLA RISING gesehen hat, der ist sich vorab bewusst, dass DRIVE kein gewöhnlicher Actionfilm sein kann. Und so übertrifft Winding Refn die Erwartungen in allen Belangen und bringt einen Genremix ins Kino, welcher wie bei seinem letzten Film das Publikum spalten wird. (mehr …)

In einer Zukunft oder alternativen Welt ist Zeit das wichtigste und einzige Zahlungsmittel. Alle Menschen sind genetisch so vorprogrammiert, dass mit ihrem 25. Geburtstag eine interne Uhr startet und rückwärts abläuft. Ein Jahr noch, dann stirbt die Person. Allerdings kann sie in diesem verstreichenden Jahr Zeit erarbeiten, tauschen, stehlen. So kommt es schließlich zu kapitalistischen Auswüchsen, wo arme Schlucker mit den letzten verbleibenden Stunden zu Verzweiflungstaten gezwungen werden, wohingegen abgeschottete Privilegierte Jahrhunderte und Jahrtausende sammeln, quasi unsterblich sind und sicher in der High Society herumgeistern.
Will Salas (Justin Timberlake) ist einer aus dem Slum. Sein 25. Geburtstag ist drei Jahre her. Seitdem arbeitet er in einer Fabrik (die Zeit-Speicherkassetten herstellt) und hält sich irgendwie am Leben. (mehr …)

Wenn man sich rückwirkend RESERVOIR DOGS ansieht, kann man nur darüber staunen, wie gut Tarantino bereits in seinem ersten Spielfilm war. Weltberühmtheit erreichte er zwar erst durch das Folgewerk PULP FICTION, doch wird RESERVOIR DOGS allgemein als genialer Kultfilm und gelungenes Debüt angesehen. Die Story ist einfach: sechs Gangster werden beauftragt, einen Juwelier auszurauben. Sie bekommen von ihrem Auftraggeber Codenamen: Mr. White (Harvey Keitel), Mr. Orange (Tim Roth), Mr. Blonde (Michael Madsen), Mr. Pink (Steve Buscemi), Mr. Blue (Edward Bunker) und Mr. Brown (Tarantino). Der Überfall geht völlig schief, überall ist Polizei und es kommt zur Schießerei. Einige werden verwundet oder sterben. Die Verbliebenen sammeln sich in einem abgelegenen Lagerhaus, welches als Sammelpunkt dient. Hier spielt der Großteil der Geschichte, und hier versuchen sie auch herauszubekommen, wer sie verpfiffen hat. Denn da die Polizei so früh schon anwesend war, sind sie sich (fast) einig, dass ein Maulwurf unter ihnen ist. (mehr …)