Mit ‘western’ getaggte Beiträge

Dieser Artikel enthält leichte Spoiler.

Einige Zeit nach dem Sezessionskrieg in Wyoming: Acht Fremde sitzen während eines Blizzards in einer Herberge fest, hohes Kopfgeld ist im Spiel und Paranoia nimmt zunehmend Überhand an. Die Bühne ist frei für Quentin Tarantinos neuen Western THE HATEFUL EIGHT! Der Kopfgeldjäger John „The Hangman“ Ruth (Kurt Russell) hat eine wertvolle Beute im Schlepptau. Die an seine Hand gekettete Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) ist 10.000 Dollar wert. Umso misstrauischer ist Ruth, als im Zuge des Sturms zwei Fremde scheinbar zufällig den Weg seiner Kutsche kreuzen und um Mitnahme bitten. Die inzwischen vier Passagiere, darunter der Kopfgeldjäger Marquis Warren (Samuel L. Jackson), suchen in einer Herberge Schutz, in der sie ausharren müssen, bis der Blizzard vorbei ist. Doch auch in „Minnie’s Haberdashery“ befinden sich Gäste, und es beginnt ein paranoides Spiel, bei welchem Identität und Motivation der acht Hauptcharaktere zunächst unklar sind. (mehr …)

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Dieser Artikel enthält diverse Spoiler!

Eine Gruppe Jäger und Trapper wird 1823 von Arikaree angegriffen. Der dadurch massiv reduzierte Verband muss sich durch die Wildnis des Louisiana Purchase schlagen. Zu allem Unglück wird der wichtigste Kundschafter, der Jäger Hugh Glass (Leonardo DiCaprio), von einem Grizzlybären schwer verwundet und muss schließlich zurückgelassen werden. Drei Männer bleiben bei ihm, darunter sein Sohn Hawk (Forrest Goodluck), während der Rest der Gruppe sich weiter zum Fort begibt. Der Verrat des Trappers Fitzgerald (Tom Hardy) schließlich führt dazu, dass Glass alleine und ohne Vorräte dem Tode nahe in der Wildnis zurückgelassen wird. Für den schwer Verletzten beginnt eine Höllentour, bei der er angetrieben wird von seinem Überlebenswillen und Rachedurst. (mehr …)

DJANGO UNCHAINEDIn dem Moment, da die Opening Credits zu DJANGO UNCHAINED auf der Leinwand erscheinen, wird dem Zuschauer bewusst: Quentin Tarantino hat also endlich seinen Spaghetti-Western gedreht. Was sich bereits in den vorherigen Filmen anbahnte und besonders INGLOURIOUS BASTERDS fast schon zum Vertreter des Genres machte, wurde nun komplett realisiert. Django ist die Hauptfigur des gleichnamigen Films von Sergio Corbucci aus dem Jahre 1966, welcher Franco Nero zu Unsterblichkeit bei den Fans des Italowesterns verhalf. Tarantino verwendet Bacalovs ursprüngliche Titelmusik aus Corbuccis Film und baut natürlich Nero in einer Szene ein. Diese funktioniert in ihrem Witz nicht ganz so wie gedacht (womöglich, weil sie im Trailer schon gezeigt wurde), aber alleine die Tatsache, dass Jamie Foxx dem Orginal-Django gegenübersitzt, ist die Sache wert. (mehr …)

Die Schießerei am O.K. Korall zwischen Wyatt Earp, seinen Brüdern und Doc Holliday auf der einen und den Outlaws aus den Clanton und McLaury Familien auf der anderen Seite wurde zur Legende und brachte Marshall Earp seinen berühmt-berüchtigten Status als Revolverheld ein. Ein Etikett, mit welchem er die folgenden 40 Jahre weiter leben musste. Die Geschichte um Wyatt Earp und Zahnarzt/Spieler/Revolverheld/Trinker Doc Holliday wurde in zahlreichen Verfilmungen in unterschiedlichen Ansätzen auf Zelluloid gebannt. John Ford (THE SEARCHERS) drehte MY DARLING CLEMENTINE im Jahre 1946 mit Henry Fonda (12 ANGRY MEN, ONCE UPON A TIME IN THE WEST) in der Hauptrolle als Wyatt Earp und Victor Mature (KISS OF DEATH) als Doc Holliday.

Viele denken bei John Ford sofort an das Duo Ford/John Wayne, doch auch die Kollaboration mit Henry Fonda brachte insgesamt sieben Filme zustande, von welchen THE GRAPES OF WRATH oft als der beste genannt wird. Fords MY DARLING CLEMENTINE ist eine charmante Annäherung an das historische Material, welches, obwohl Ford angeblich mit dem echten Earp reden konnte, hochgradig von den tatsächlichen Ereignissen abweicht. Dennoch leidet der Film nicht unter dieser Tatsache, sondern gewinnt vor allem durch das Spiel Fondas, auch im Tandem mit Mature, an Reiz. (mehr …)

In der Eröffnungsszene versammeln sich wortkarge Killer vor einem Haus. Sie warten auf Wo, treffen aber nur auf dessen Frau Jin (Josie Ho), die ihnen die Tür vor der Nase verschließt und mit ihrem Säugling auf dem Arm sorgenvoll aus dem Fenster auf die finsteren Gestalten blickt. Die ersten beiden, die gekommen waren, sind Blaze (Anthony Wong) und Fat (Lam Suet), und müssen Wo im Auftrag des Hongkong Verbrecherbosses Fay (Simon Yam) töten. Die anderen beiden, Cat (Roy Cheung) und Tai (Francis Ng), kommen um Wo zu beschützen. Wo (Nick Cheung) trifft schließlich ein, es gibt einen wilden Schusswechsel, dann setzen sich alle zusammen, um sich zu besprechen, nachdem sie der jungen Familie zunächst dabei helfen, die neuen Möbel in die Wohnung zu tragen und aufzubauen. Wir erfahren, dass sich die Gruppe seit der Jugendzeit kennt… (mehr …)

Der Vater der vierzehnjährigen Mattie Ross wurde niedergeschossen, und die Tochter sinnt nun auf Rache und Gerechtigkeit. Dazu heuert sie, weil er angeblich „echten Schneid“ besitzt, den alten U.S. Marshall und Trunkenbold Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an unter der Bedingung, bei der Jagd auf den Mörder Tom Chaney (Josh Brolin) mitreiten zu können. Cogburn wehrt sich zunächst vehement gegen diesen Wunsch der penetranten Auftraggeberin, aber schon bald muss er erkennen, dass er sie so einfach nicht loswerden kann. Mit im Bunde ist außerdem LaBoeuf (Matt Damon), Texas Ranger, der ebenfalls aufgrund einer anderen Tat auf der Jagd nach Chaney ist. Das ungleiche Trio begibt sich in Indianerterritorium, um den Mann aufzuspüren. (mehr …)

In der kleinen Stadt Big Whiskey ist die Welt noch relativ in Ordnung. Ein Schild am Stadtrand informiert über das Schießeisenverbot, und Sheriff Little Bill (Gene Hackman) sorgt mit teils drastischer Härte dafür, dass sich jeder daran hält, um jeglichen Ärger zu vermeiden.
Doch dann rastet ein Cowboy im Freudenhaus aus und verunstaltet einer der Prostituierten das Gesicht mit seinem Messer. Er und sein jüngerer Partner fliehen daraufhin, werden aber von Little Bill und seinen Deputies gefasst. Da die Frauen mit der Schlichtung des Sheriffs aber nicht einverstanden und der Meinung sind, dass die beiden eine wesentlich härtere Strafe verdient haben, entscheiden sie sich, ein Kopfgeld in Höhe von 1000 $ auf sie auszusetzen. Nun werden aus dem ganzen Land Kopfgeldjäger angelockt, und der trügerische Friede in Big Whiskey droht ein Ende zu finden. (mehr …)

APPALOOSA

Veröffentlicht: 7. Mai 2010 in reviews
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Im Jahre 1882 wird die Stadt Appaloosa vom skrupellosen Rancher Randall Bragg (Jeremy Irons) und dessen Männern terrorisiert. Nachdem Bragg den Mashall der Stadt sowie zwei seiner Männer ohne mit der Wimper zu zucken erschießt, stellen die Stadträte in ihrer Not zwei Gesetzeshüter ein und gewähren ihnen alle Rechte. Virgil Cole (Ed Harris) und sein Partner Everett Hitch (Viggo Mortensen), kümmern sich daraufhin mit knallharten Mitteln darum, dass wieder Ruhe einkehrt. (mehr …)

Dass Clint Eastwood ein sehr guter Regisseur ist, ist mittlerweile allgemein bekannt. Dass er aber schon seit 1971 Regie führt, und bereits damals richtig gut war, wissen schon weniger. HIGH PLAINS DRIFTER (deutsch: „Ein Fremder ohne Namen“) ist Eastwoods zweite Regiearbeit und sein erster Western, und er beeindruckt mit einem Film, der sich vom herkömmlichen Western absetzt und teilweise anderen Genres zugeordnet werden kann. (mehr …)

Was ONCE UPON A TIME IN THE WEST für den Italowestern ist, das ist THE WILD BUNCH vermutlich für den amerikanischen Western: ein Abgesang. Hier werden alte Männer, die aus einer anderen Zeit stammen, mit der Moderne konfrontiert, mit Technologie, mit Zivilisation, und alte Methoden oder Lebensweisen sind immer schwerer umzusetzen.
Eine Bande Outlaws, geführt von dem alten Haudegen Pike Bishop (William Holden), sieht sich auf dem absteigenden Ast (mehr …)

DJANGO

Veröffentlicht: 26. April 2010 in flashback reviews
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Mit der Dollar-Trilogie hatte Sergio Leone den Italowestern einem breiten (amerikanischen) Publikum zugänglich gemacht und das Genre etabliert. Zahlreiche Filme versuchten, auf der Erfolgswelle mitzureiten, und nur wenige davon haben es geschafft, selbst Kultstatus zu erreichen und eigene Klassiker zu werden.
DJANGO gehört zu den wenigen. Der Film von Sergio Corbucci aus dem Jahre 1966 ist eine fast schon dreiste Kopie von A FISTFUL OF DOLLARS, welcher aber immerhin auch eine Westernvariante von YOJIMBO war. (mehr …)

Der Schrei der Hyäne ertönt gleich zu Beginn und während des ganzen Films, verewigt in einer der wohl berühmtesten Filmmusiken. Ennio Morricone, berühmt geworden durch seine Zusammenarbeit mit Sergio Leone für A FISTFUL OF DOLLARS, treibt das Thema, welches sich in jenem Film und im Nachfolger FOR A FEW DOLLARS MORE mehr und mehr aufbaut und steigert, im letzten Teil der Dollar-Trilogie, THE GOOD, THE BAD AND THE UGLY, auf die fulminante Spitze, und steht dabei Regisseur Leone in nichts nach. (mehr …)

Der namenlose Fremde ist wieder zurück (obwohl er auch diesmal wieder einen Namen hat: „Monco“). In FOR A FEW DOLLARS MORE, dem zweiten Teil der Dollar-Trilogie von Sergio Leone, spielt Clint Eastwood einen Kopfgeldjäger, der sich im rauen wilden Westen seine Brötchen mit dem Abschuss von Kriminellen verdient. Auf der Jagd nach dem besonders hoch dotierten „El Indio“ (Gian Maria Volonté, welcher auch Ramón in A FISTFUL OF DOLLARS gespielt hatte) bekommt er allerdings Konkurrenz von einem Berufskollegen, Col. Douglas Mortimer (Lee van Cleef). (mehr …)

Ein namenloser Fremder betritt die kleine mexikanische Stadt San Miguel. Er erfährt von der Fehde zweier Banden, der Rojos und der Baxters, und entschließt sich, aus ihr Profit zu ziehen, indem er für beide arbeitet und sie gegeneinander aufhetzt. Als meisterhafter Schütze ist es kein Problem für ihn, Aufsehen zu erregen und für seine Dienste bezahlt zu werden. Zu seinen Revolverkünsten kommt noch sein scharfer Verstand hinzu, der ihm dazu verhilft, sich fast immer aus allzu gefährlichen Situationen herauszuhalten. (mehr …)

Es gibt ein paar Regisseure, die mit ihren Filmen eine komplett eigene Parallelwelt zeigen, die nach eigenen Gesetzen und Logiken funtioniert. Wes Anderson (THE DARJEELING LIMITED) ist einer von ihnen. Quentin Tarantino ist ein weiterer dieser Regisseure, und seine Filme tragen seine unnachahmliche Handschrift. Kaum irgendeinem Genre zuzuordnen, sind Tarantinos Werke eine Kombination aus Komödie, Exploitation, Western, Eastern usw.

Tarantino zitiert seine Vorbilder und Lieblingsfilme – er ist das Paradebeispiel eines Filmwahnsinnigen, der so viel Zelluloid inhaliert und gut sortiert in seinem Kopf abgespeichert hat, dass er stets auf Abruf das Bild, die Einstellung, das Detail, welches er braucht, zur Hand hat. (mehr …)