Top 5 des Monats: Januar 2014

Veröffentlicht: 2. Februar 2014 in top 5 of the month
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Mit diesem Posting möchte ich eine neue Kategorie in meinem Blog vorstellen. Ab jetzt werde ich zum Abschluss eines jeden Monats die fünf besten Filme vorstellen, die ich in dem Monat gesehen habe. Dabei berücksichtige ich nur Filme, die ich zum ersten Mal gesehen habe. Meine Motivation dahinter ist, dass ich es nicht schaffe, über alle Filme zu schreiben. Auf diese Weise kann ich dennoch gute Filme an die Leser weiterempfehlen, wenn auch nur in Kurzform. Und hier auch schon die erste Auswahl in diesem Jahr…

Meine Top 5 Filme im Januar 2014:

5. Platz: PAJU (Südkorea 2009, Regie: Park Chan-ok)

PAJU

Der außergewöhnliche Independent-Film aus Südkorea behandelt auf sensible Art den Umgang mit Schuld und bringt gleichzeitig gesellschaftliche Probleme Südkoreas ins Gespräch. Besonders gefallen an PAJU hat mir die Tatsache, dass es keine herkömmliche Auflösung der Geschichte gibt, sondern die Charaktere bis zum Schluss nicht über alle Informationen verfügen, um die anderen Charaktere und deren Beweggründe nachvollziehen zu können. Damit kommt PAJU der Realität viel näher als die meisten Filme. Hauptdarstellerin Seo Woo (THE HOUSEMAID) begeistert mit ihrer sensiblen und fragilen Darstellung. Gefühlvoller Film zum Nachdenken, der sich den fünften Platz in meinen Januar-Charts in einem Dreikampf knapp vor Johnnie Tos fantastischem DRUG WAR und Stephen Soderberghs SIDE EFFECTS erkämpft hat.

4. Platz: TANGLED (USA 2010, Regie: Nathan Greno, Byron Howard)

TANGLED

Disneys TANGLED steht in der Tradition der klassischen Disney-Animationsfilme, verwendet die bewährte Disney-Formel und könnte auf den ersten Blick nicht weiter herausragend sein. Dennoch schaffen es die Filmemacher, aus TANGLED einen überaus komischen und selbstironischen Film auf animationstechnisch gewohnt ausgezeichnetem Niveau zu liefern, der in seinem Humor vor allem an THE EMPEROR’S NEW GROOVE erinnert. Die Figuren sind liebenswert, die Geschichte ist spannend und packend und alles in allem ist TANGLED zauberhaft.

3. Platz: EN KONGELIG AFFÆRE (A ROYAL AFFAIR) (Dänemark, Schweden, Tschechien 2012, Regie: Nikolaj Arcel)

A ROYAL AFFAIR

Grandioser Historienfilm über den deutschen Arzt Johann Friedrich Struensee (Mads Mikkelsen), der im 17. Jahrhundert am Hofe Christians VII. in Dänemark die mentale Schwäche des Königs ausnutzt, um diesen für die aufklärerischen Ideale Voltaires und Rousseaus zu begeistern und damit das restriktive Dänemark zu reformieren. Dass er dabei eine Affäre mit Christians Frau und Königin von Dänemark Caroline Matilda (Alicia Vikander) eingeht, und sich gleichzeitig beim dänischen Adel zahlreiche Feinde macht, ist für sein Überleben am Hofe nicht sehr hilfreich und sorgt für eine spannende, tragische und hochinteressante Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. Großartiger Film in wunderbaren Bildern.

2. Platz: THE WOLF OF WALL STREET (USA 2013, Regie: Martin Scorsese)

THE WOLF OF WALL STREET

Altmeister Scorsese behandelt eines seiner beliebten Themen, rise and fall, ganz in der Tradition seiner Filme wie RAGING BULL, GOODFELLAS, CASINO und THE AVIATOR. Die Buchverfilmung über Jordan Belfort, der sich durch kriminelle Machenschaften an der Börse einen gigantischen Reichtum verschafft hatte und sein Leben im Dauerrausch verbrachte, bis er schließlich von den Behörden überführt wurde, ist selbst ein cineastischer Rauschzustand und Overkill in 180 Minuten. Die ausführliche Review zum Film gibt es hier im Blog.

1. Platz: AMOUR (Frankreich, Deutschland, Österreich 2012, Regie: Michael Haneke)

AMOUR

Michael Hanekes außergewöhnliche Liebesgeschichte ist der mit Abstand beste Film, den ich seit langem gesehen habe. Das Quasi-Kammerspiel behandelt das Thema Liebe auf eine im Kino selten gezeigte Art und stellt die Frage, was jemand tun und wie jemand damit umgehen kann, wenn er zusieht, wie sein geliebter Partner vor seinen Augen zerfällt. Das Gefühl der Vergänglichkeit, der Machtlosigkeit wird auf intensive, ehrliche Weise dargestellt und von den zwei französischen Filmlegenden Jean-Louis Trintignant (IL GRANDE SILENZIO) und Emmanuelle Riva (HIROSHIMA, MON AMOUR) auf phänomenale und einfühlsame Weise verkörpert. AMOUR ist schwere und depressive Kost, doch in dem Film steckt eine Schönheit, die nicht nur durch die großartige Kameraarbeit Darius Khondjis repräsentiert wird.

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